Ganztagskonzept

1 Vor­be­mer­kung

Die IGS Obe­re Aar ist auf­ge­nom­men in das Pro­fil 2 der ganz­tä­gig arbei­ten­den Schu­len. Das Ganz­tags­kon­zept der IGS Obe­re Aar umfasst drei eng mit­ein­an­der ver­zahn­te Berei­che:

1.1 Frei gewähl­te Arbeits­ge­mein­schaf­ten

Für einen Groß­teil der Schü­le­rin­nen und Schü­ler endet der Unter­richt in der Regel nach der 6. Stun­de, also um 13.15 Uhr. Die­se Schü­le­rin­nen und Schü­ler haben die Mög­lich­keit, am Nach­mit­tag in einer der zahl­rei­chen Arbeits­ge­mein­schaf­ten mit­zu­wir­ken. Die Teil­nah­me an den Ver­an­stal­tun­gen ist frei­wil­lig, nach Anmel­dung aber ver­bind­lich.

1.2 För­de­rung und ver­bind­li­ches Nach­mit­tags­pro­gramm

Eine zwei­te Schü­ler­grup­pe nutzt das Nach­mit­tags­an­ge­bot in ers­ter Linie im Rah­men der offe­nen Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung oder des LR-För­der­un­ter­richts. Die offe­ne Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung kann von Schü­le­rin­nen und Schü­lern der Sek. I wahl­wei­se für ein bis vier Tage in der Woche ange­wählt wer­den. Sie wird in der Regel von Kin­dern des 5. bis 7. Schul­jah­res besucht. Die Zuwei­sung in die LR-För­der­kur­se erfolgt durch die jewei­li­ge Klas­sen­kon­fe­renz. Alle übri­gen För­der­kur­se (Deutsch, Eng­lisch, Mathe­ma­tik) sind in den Vor­mit­tags­be­reich inte­griert. Wei­te­re Infos zu För­de­rungs­mög­lich­kei­ten fin­den Sie hier

An drei Tagen in der Woche bie­tet die Grund­stu­fe eine Nach­mit­tags­be­treu­ung bis 15.30 Uhr. Die für die Betreu­ung fest ange­mel­de­ten Kin­der gehen gemein­sam Mit­tag­essen, wer­den bei der Erle­di­gung der Haus­auf­ga­ben beglei­tet und sam­meln neue Erfah­run­gen in unter­schied­li­chen Arbeits­ge­mein­schaf­ten. Das Betreu­ungs­an­ge­bot begann im Schul­jahr 2014/15 mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern der ers­ten Klas­se.

1.3 Ganz­tags­klas­sen 

Jeweils eine Klas­se des 5. bis 8. Jahr­gangs ist als gebun­de­ne Ganz­tags­klas­se orga­ni­siert. Wie für alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Schu­le beginnt der Unter­richt die­ser Klas­sen um 8.00 Uhr. Für die Ganz­tags­klas­sen des 5. und 6. Jahr­gangs endet der regu­lä­re Unter­richt an vier Tagen in der Woche um 15.30 Uhr, für die Ganz­tags­klas­se im 7. Jahr­gang an drei Tagen um 15.30 Uhr und für die Ganz­tags­klas­se im 8. Jahr­gang an zwei Tagen um 15.30 Uhr. [1]

Selbst­ver­ständ­lich kön­nen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler durch die frei­wil­li­ge Teil­nah­me an einer AG oder der offe­nen Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung auch an fünf Nach­mit­ta­gen die Schu­le besu­chen.

Über­schnei­dun­gen zwi­schen den drei genann­ten Berei­chen — frei gewähl­te Arbeits­ge­mein-schaf­ten, För­de­rung und ver­bind­li­ches Nach­mit­tags­pro­gramm — sind mög­lich und erwünscht. 405 Schü­le­rin­nen und Schü­ler und somit mehr als die Hälf­te der Schü­ler­schaft im Bereich Sek I neh­men das Ganz­tags­an­ge­bot der Schu­le wahr.

2 Kon­zep­ti­on

2.1 Steue­rung der Schu­le

Die Koor­di­na­ti­on des Ganz­tags­be­reichs liegt in der Hand der Päd­ago­gi­schen Lei­te­rin der Schu­le.

Das seit dem Schul­jahr 1993/94 an der IGS Obe­re Aar bestehen­de Ange­bot der päd­ago­gi­schen Mit­tags­be­treu­ung wur­de im 2007/2008 auf der Grund­la­ge der erfor­der­li­chen Kon­fe­renz­be­schlüs­se durch die Ein­rich­tung jeweils einer Ganz­tags­klas­se in den Jahr­gän­gen 5–8 erwei­tert. Alle zwei Jah­re führt die Päd­ago­gi­sche Lei­te­rin in Zusam­men­ar­beit mit der SV eine Erhe­bung durch, um die Inter­es­sen und Wün­sche der Schü­ler bezüg­lich des offe­nen Ganz­tags­an­ge­bo­tes zu ermit­teln. In den Ganz­tags­klas­sen wer­den am Ende des 5. und am Ende des 8. Jahr­gangs Schü­ler und Eltern mit Hil­fe eines aus­führ­li­chen Fra­ge­bo­gens um eine Rück­mel­dung gebe­ten. Die Ergeb­nis­se die­ser Umfra­ge wer­den durch die Klas­sen­leh­rer aus­ge­wer­tet und der den Eltern, der Schul­lei­tung, künf­tig auch dem Steu­er­kreis, vor­ge­legt. Min­des­tens ein­mal jähr­lich fin­det ein Koor­di­na­ti­ons­ge­spräch zwi­schen der Päd­ago­gi­schen Lei­te­rin und den Klas­sen­leh­re­rin­nen und –leh­rern der Ganz­tags­klas­sen statt. Auf der Grund­la­ge der Befra­gun­gen und Gesprä­che wur­de das Ganz­tags­klas­sen­kon­zept begin­nend mit dem Schul­jahr 2012/2013 leicht modi­fi­ziert.

Es bestehen fes­te Koope­ra­ti­ons­struk­tu­ren mit dem Rhein­gau-Tau­nus-Kreis und dem V.I.E. bezüg­lich der Schul­so­zi­al­ar­beit, mit der Agen­tur für Arbeit, der Hand­werks­kam­mer Wies­ba­den, der IHK Wies­ba­den, dem Bil­dungs­werk der Hes­si­schen Wirt­schaft, der Genie­fa­brik und der Bür­ger­stif­tung Tau­nus­stein in Hin­blick auf die Berufs­vor­be­rei­tung, mit Germ­scheid con­cept hin­sicht­lich der För­de­rung sozia­ler Kom­pe­ten­zen, mit Sport­ver­ei­nen und mit Kir­chen, die unser Nach­mit­tags­an­ge­bot berei­chern.

2.2 Unter­richt und Ange­bo­te

In den Ganz­tags­klas­sen ver­tei­len sich der Regel­un­ter­richt , der För­der­un­ter­richt, die Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung und die AG-Ange­bo­te über den Vor­mit­tag und den Nach­mit­tag. Eine voll­stän­di­ge Ver­zah­nung der Berei­che ist hier gewähr­leis­tet.

In den übri­gen Klas­sen wird eine Ver­bin­dung von Vor­mit­tags- und Nach­mit­tags­be­reich auf unter­schied­li­che Wei­se her­ge­stellt: Arbeits­ge­mein­schaf­ten wer­den von Hono­rar­kräf­ten, in erheb­li­chem Maße auch von Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen gelei­tet. Vie­le Arbeits­ge­mein­schaf­ten wir­ken mit ihren Akti­vi­tä­ten in das Schul­le­ben hin­ein. Das För­der­kon­zept gewähr­leis­tet enge Abspra­chen zwi­schen Fach­leh­rern und För­der­leh­rern.

Die offe­ne Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung wird von einem Team bestehend aus einem Lehrer/einer Leh­re­rin, einer Hono­rar­kraft sowie Schü­le­rin­nen und Schü­lern des 9. und 10. Schul­jah­res durch­ge­führt. Die­ses Team koope­riert u.a. durch die punk­tu­el­le Teil­nah­me an den Team­sit­zun­gen eng mit den Klas­sen­lei­tun­gen der Jahr­gän­ge 5 bis 7.

Das Spek­trum der Ange­bo­te erwei­tert und ver­än­dert sich in Abhän­gig­keit von den erho­be­nen Schü­ler­in­ter­es­sen und mit Blick auf den erwei­ter­ten schu­li­schen För­der­be­darf. Letz­te­res bezieht sich ins­be­son­de­re auf die Berei­che Bewe­gung und Sprach­för­de­rung. Seit dem Schul­jahr 2011/2012 bie­tet die Schu­le auch Feri­en­kur­se an. (Thea­ter-AG, Mäd­chen-Grup­pe der Schul­so­zi­al­ar­beit).

Das offe­ne Nach­mit­tag­an­ge­bot umfasst die Berei­che Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung, För­der­un­ter­richt, Sport- und Ent­span­nung, Musik, Tanz und Thea­ter, Medi­en, Gestal­tung und Sozia­les. Auch wird der Regel­un­ter­richt durch Pro­jekt­ar­beit, Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung und För­der­un­ter­richt ergänzt. In der Mit­tags­pau­se laden die Sprot­kol­le­gen zur ‚Beweg­ten Pau­se‘ in die Turn­hal­len ein. Aus eini­gen Tagen ist mit­tags auch die Biblio­thek geöff­net.

Die fächer­be­zo­ge­nen För­der­an­ge­bo­te rich­ten sich, dem Kon­zept einer inte­grier­ten Gesamt­schu­le ent­spre­chend, bewusst an hete­ro­ge­ne Lern­grup­pen. Dies gilt auch für das offe­ne AG-Ange­bot. Leis­tungs­ho­mo­ge­ne­re Grup­pen bil­den sich durch die Ein­rich­tung von LR-Kur­sen oder die Berufs­ein­stiegs­be­glei­tung. Die Emp­feh­lung zur Teil­nah­me an der Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung oder aber zur Teil­nah­me an einer Arbeits­ge­mein­schaft kann sinn­vol­ler Bestand­teil eines För­der­plans sein.

Die zusätz­li­chen För­der­stun­den der Ganz­tags­klas­sen in den Haupt­fä­chern Deutsch, Eng­lisch und Mathe­ma­tik bie­ten zeit­li­chen Spiel­raum für selbst­ge­steu­er­tes Ler­nen. Selbst­stän­dig­keit und Selbst­tä­tig­keit wer­den dar­über hin­aus in zahl­rei­chen Arbeits­ge­mein­schaft (z.B: Thea­ter, Schü­ler­zei­tung, Büche­rei-AG) geför­dert.

Das Ange­bot im Bereich Sport- und Ent­span­nung, die Bewe­gungs­an­ge­bo­te in der Mit­tags­pau­se und im Rah­men der Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung ent­spre­chen dem gesun­den Bewe­gungs­drang von Kin­dern und Jugend­li­chen.

Mit den Hono­rar­kräf­ten wer­den Koor­di­na­ti­ons­ge­sprä­che nach Bedarf, in jedem Fall aber vor Arbeits­be­ginn geführt.

2.3 Schul­kul­tur, Lern- und Auf­ga­ben­kul­tur

Das Ein­üben und Anwen­den selbst­stän­di­ger Lern­for­men ist eng ver­bun­den mit der an der IGS Obe­re Aar seit eini­gen Jah­ren prak­ti­zier­ten Bin­nen­dif­fe­ren­zie­rung auch in den Haupt­fä­chern. So arbei­tet die Fach­schaft Mathe­ma­tik in den Jahr­gän­gen 5–8 ver­stärkt mit Kom­pe­tenz­ras­tern. Hier bestim­men die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in Abspra­che mit der Lehr­kraft selbst ihr Lern­ni­veau und ent­wer­fen ihren indi­vi­du­el­len Lern­plan. Auch die Eng­lisch­fach­schaft arbei­tet in den Klas­sen 5–7 mit einem Kon­zept, wel­ches die Ver­ant­wor­tung für die Übungs­pha­sen mög­lichst weit­ge­hend in die Hän­de der sich gegen­sei­tig unter­stüt­zen­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler legt. Die Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung und der För­der­un­ter­richt grei­fen die­ses Prin­zip auf. Ein Team von in der Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung ein­ge­setz­ten Lehr­kräf­ten sichert die enge Koope­ra­ti­on zwi­schen Fach­un­ter­richt und Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung. Eine von der Gesamt­kon­fe­renz beauf­trag­te Arbeits­grup­pe erar­bei­tet ein neu­es Rhyth­mi­sie­rungs­kon­zept.

Erleich­tert wird das indi­vi­du­el­le und selbst­ge­steu­er­te Ler­nen durch die räum­li­chen Vor­aus­set­zun­gen der Schu­le. In den Jahr­gän­gen 5 und 6 konn­ten durch bau­li­che Ver­än­de­run­gen jeweils zwei klei­ne Klas­sen­räu­me der ehe­ma­li­gen Ober­stu­fe zu einem grö­ße­ren Raum, der Dif­fe­ren­zie­rungs­mög­lich­kei­ten bie­tet, zusam­men­ge­fasst wer­den. Den Jahr­gän­gen 7–10 ste­hen Dif­fe­ren­zie­rungs­räu­me zur Ver­fü­gung. Auch die schul­ei­ge­ne Biblio­thek wird ganz­tä­gig als Lern- und Arbeits­raum genutzt. Atlan­ten und Nach­la­ge­wer­ke wer­den von der Biblio­thek stun­den­wei­se im Klas­sen­satz zur Ver­fü­gung gestellt. Die auf dem Schul­ge­län­de lie­gen­de Stadt- und Schul­bi­blio­thek Tau­nus­stein stellt auf Anfra­ge the­ma­ti­sche Bücher- und Medi­en­kis­ten für Unter­richts­pro­jekt in den Klas­sen zusam­men.

2.4 Koope­ra­ti­on

Die Koope­ra­ti­on mit den das Nach­mit­tags­an­ge­bot der Schu­le berei­chern­den Part­nern und Insti­tu­tio­nen ist viel­ge­stal­tig. Im Abstand von vier Wochen wer­den Koor­di­na­ti­ons­ge­sprä­che zwi­schen der Schul­so­zi­al­ar­beit, der Dezen­tra­len Erzie­hungs­hil­fe, den Stu­fen­lei­tern, der Päd­ago­gi­schen Lei­te­rin, bei Bedarf auch mit der Berufs­ein­stiegs­be­glei­tung geführt. Wöchent­lich bespre­chen sich die Stu­fen­lei­ter mit der Schul­so­zi­al­ar­beit. Fest ver­an­kert im Jah­res­plan sind auch die Gesprä­che mit der Tau­nus­stei­ner Bür­ger­stif­tung und den Mit­ar­bei­tern der sozia­len Ein­rich­tun­gen und den Kir­chen an der Schu­le. Die mit den Ver­ei­nen bestehen­de Koope­ra­ti­on soll aus­ge­baut wer­den.

An der Vor­be­rei­tung der Ganz­tags­an­ge­bo­te arbei­ten sowohl Jahr­gangs­teams als auch jahr­gangs­über­grei­fen­de Arbeits­grup­pen. Ihren Nie­der­schlag fin­det die­se Koope­ra­ti­on u.a. in Pro­jekt­wo­chen und Exkur­sio­nen, in berufs­vor­be­rei­ten­den Maß­nah­men, in Feri­en­ak­tio­nen, Café-Fahr­ten oder Musik­wo­chen­en­den. Eine Brü­cken­bau-AG ent­wi­ckelt Koope­ra­ti­ons­pro­jek­te zwi­schen der Grund­stu­fe und der Sek I. In beson­de­rer Wei­se koope­rie­ren die Klas­sen­leh­re­rin­nen und Klas­sen­leh­rer der Ganz­tags­klas­sen.

Regel­mä­ßig eva­lu­iert wer­den Unter­richt und Pro­jek­te in den Ganz­tags­klas­sen (s.o. Steue­rung der Schu­le). Die Eva­lua­ti­on wei­te­rer Pro­jek­te fin­det anlass­be­zo­gen, meist im Rah­men von Kon­fe­ren­zen oder Steu­er­kreis­sit­zun­gen statt.

Über die ‚Ler­nen­de Netz­werk­re­gi­on‘, das ‚Bünd­nis Jugend und Fami­lie‘ und den ‚Tau­nus­stei­ner Prä­ven­ti­ons­rat‘ betei­ligt sich die Schu­le im Rah­men ihrer Mög­lich­kei­ten an sozia­len Netz­wer­ken der Regi­on. Pro­jekt­be­zo­ge­ne Koope­ra­tio­nen gibt es mit den Beruf­li­chen Schu­len Unter­tau­nus und der VHS.

Das Prä­ven­ti­ons­kon­zept der Schu­le wur­de und wird in Zusam­men­ar­beit mit der Koor­di­na­to­rin der Schul­so­zi­al­ar­beit im Rhein­gau-Tau­nus-Kreis, den Mit­ar­bei­tern der Schul­so­zi­al­ar­beit vor Ort, dem Jugend­ko­or­di­na­tor der Poli­zei West­hes­sen, anfäng­lich auch mit einer Mit­ar­bei­te­rin der Jugend­hil­fe Tau­nus­stein ent­wi­ckelt und fort­ge­schrie­ben.[3] Ein prä­ven­ti­ver Ansatz liegt auch dem Ganz­tags­an­ge­bot der Schul­so­zi­al­ar­beit zugrun­de (Jun­gen­grup­pe, Aben­teu­er­grup­pe, Mäd­chen-AG, Feri­en­an­ge­bo­te).

2.5 Par­ti­zi­pa­ti­on von Schü­lern und Eltern

Schü­ler und Eltern kön­nen auf unter­schied­li­chen Ebe­nen das Ganz­tags­an­ge­bot mit­ge­stal­ten. Die Schü­ler­be­tei­li­gung erfolgt über Fra­ge­bo­gen­ak­tio­nen, wöchent­li­che Klas­sen­rats­stun­den, die SV und die Mög­lich­keit, an Kon­fe­ren­zen und Steu­er­kreis­sit­zun­gen teil­zu­neh­men.

Jen­seits der übli­chen Mit­ar­beit in den schu­li­schen Gre­mi­en enga­gie­ren sich Eltern in der Arbeits­ge­mein­schaft ‚Zusam­men­ar­beit Schu­le-Eltern‘. Hier wer­den Kon­zep­te ent­wi­ckelt und umge­setzt, die die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tu­ren zwi­schen Eltern­haus und Schu­le ver­bes­sern. Die Arbeits­ge­mein­schaft betei­ligt sich u.a. an der inhalt­li­chen Pla­nung Päd­ago­gi­scher Tage. Eltern unter­stüt­zen durch ihre Mit­ar­beit das Schul­ca­fé und die Schul­bi­blio­thek. Auch Schü­ler­ar­beits­ge­mein­schaf­ten wer­den mit­un­ter von Eltern initi­iert oder gelei­tet. Der För­der­ver­ein unter­stützt das Ganz­tags­an­ge­bot durch Sach­spen­den.

Die Stu­fen­lei­tun­gen füh­ren Monats­ge­sprä­che mit Eltern­ver­tre­tern. Die­se Gesprä­che die­nen dem Aus­tausch, aber auch der gemein­sa­men Pla­nung unter­schied­li­cher Pro­jek­te und Ver­an­stal­tun­gen. Im Rah­men des Pro­jek­tes, ‚Gemein­sam gesun­de Schu­le ent­wi­ckeln‘ bil­de­ten sich Eltern und Kol­le­gen gemein­sam fort. Die in die­sem Rah­men begon­ne­ne Zusam­men­ar­beit wird im Steu­er­kreis fort­ge­setzt. An der Arbeit des Steu­er­krei­ses kön­nen sich auch Schü­le­rin­nen und Schü­ler betei­li­gen.

2.6 Schul­zeit und Rhyth­mi­sie­rung

Vor- und Nach­mit­tags­un­ter­richt sind ins­be­son­de­re in den Ganz­tags­klas­sen sehr eng mit­ein­an­der ver­zahnt. Die im Nach­mit­tags­be­reich ein­ge­setz­ten För­der­kurs­leh­re­rin­nen und –leh­rer neh­men an den sie betref­fen­den Team-, För­der- und Noten­kon­fe­ren­zen teil und wer­den in die För­der­pla­n­ar­beit ein­be­zo­gen. In allen Berei­chen des Nach­mit­tags­an­ge­bo­tes wer­den neben Hono­rar­kräf­ten auch Leh­re­rin­nen und Leh­rer ein­ge­setzt.

Der Wech­sel von Anspan­nungs- und Ent­span­nungs­pha­sen wird der­zeit ins­be­son­de­re durch die bewe­gungs­freund­li­che Mit­tags­pau­se begüns­tigt (offe­ne Sport­hal­le, Spiel­ton­ne, Ange­bo­te der Schul­so­zi­al­ar­beit). Auch häu­fi­ge Pha­sen­wech­sel im Fach­un­ter­richt unter­stüt­zen die­ses Ziel. Durch Ver­an­stal­tun­gen der Deut­schen Sport­ju­gend und von Germ­scheid con­cept konn­te in der Ver­gan­gen­heit ein beträcht­li­cher Teil des Kol­le­gi­ums in die­sem Bereich fort­ge­bil­det wer­den. Das Ein­ver­ständ­nis der schu­li­schen Gre­mi­en vor­aus­ge­setzt, soll die­ser Bereich der Fort­bil­dung künf­tig mit Blick auf die Ent­wick­lung eines schul­ei­ge­nen Bewe­gungs­kon­zep­tes aus­ge­baut wer­den.

2.7 Raum- und Aus­stat­tungs­kon­zept

Die Schu­le ver­fügt über einen Ruhe­raum sowie unter­schied­li­che Arbeits­plät­ze für Leh­re­rin­nen und Leh­rer. Bei Bedarf kann ein Leh­rer­ar­beits­raum ein­ge­rich­tet wer­den.

Ruhe­räu­me, Bewe­gungs­räu­me und sozia­le Treff­punk­te viel­fäl­ti­ger Art ste­hen den Schü­le­rin­nen und Schü­lern in den Pau­sen zur Ver­fü­gung. Das gro­ße Schul­ge­län­de bie­tet auf Hof- und Rasen­flä­chen viel­fäl­ti­ge Bewe­gungs­mög­lich­kei­ten, auf denen Fuß­ball­to­re, Bas­ket­ball­kör­be, Tisch­ten­nis­plat­ten, ein Bar­fuß­pfad, aber auch Büsche, Mäu­er­chen, Podes­te und Gelän­de­stu­fen zu Spiel und Sport ein­la­den. Im Schul­ge­bäu­de ste­hen den Schü­lern Tisch­ki­cker und eine Bil­lard­plat­te zur Ver­fü­gung. Rück­zugs­mög­lich­kei­ten fin­den die Schü­le­rin­nen und Schü­ler im schul­ei­ge­nen Café, in der Biblio­thek und in den auch wäh­rend der Pau­sen geöff­ne­ten Klas­sen­räu­men der Ganz­tags­klas­sen. Im Gebäu­de der Jahr­gangs­stu­fe 5/6 gibt es mit Sitz­gar­ni­tu­ren aus­ge­stat­te­te Ruhe­zo­nen. Gro­ße Klas­sen­räu­me in den Jahr­gän­gen 5 und 6 sowie weit­läu­fi­ge Pau­sen­hal­len für die Jahr­gän­ge 7 bis 10 bie­ten aus­rei­chend Raum für Bewe­gungs­pha­sen wäh­rend der Unter­richts­zeit.

Das Gebäu­de der Stu­fe 5 und 6 ver­fügt über einen eige­nen Pro­jekt­raum. In den Stu­fen 7–10 wer­den Fach- und Dif­fe­ren­zie­rungs­räu­me als Pro­jekt­raum genutzt. Mit dem Büro der den Ganz­tags­be­reich koor­di­nie­ren­den Päd­ago­gi­schen Lei­te­rin steht auch ein Ganz­tags­bü­ro zur Ver­fü­gung.

2.8 Pau­sen- und Mit­tags­kon­zept

Die Schul­men­sa wird von der kreis­ei­ge­nen Fir­ma ‚Pro Job‘ betrie­ben. Ein Men­sa­aus­schuss, in dem Eltern, Lehr­kräf­te und Schü­ler mit­ar­bei­ten, steht in regel­mä­ßi­gem Aus­tausch mit dem Mens­aper­so­nal und dem Betrei­ber. Durch Gesprä­che und durch von Schü­lern orga­ni­sier­te Umfra­gen wird ver­sucht, auf ein attrak­ti­ves und zugleich gesun­des Ange­bot hin­zu­wir­ken. Die Ganz­tags­klas­sen neh­men zunächst regel­mä­ßig, spä­ter spo­ra­disch ihre war­me Mahl­zeit gemein­sam mit der Klassenlehrerin/dem Klas­sen­leh­rer ein. Die Gestal­tung der Mit­tags­pau­se wird u.a. regel­mä­ßig auf den Kon­fe­ren­zen der Ganz­tags­klas­sen­leh­rer und im Rah­men der Bespre­chun­gen mit dem nicht-unter­rich­ten­den päd­ago­gi­schen Per­so­nal der Schu­le über­dacht und bei Bedarf ver­än­dert. Hier­bei bemüht sich die Schu­le, ein Gleich­ge­wicht her­zu­stel­len zwi­schen dem Anspruch, in Gemein­schaft eine gesun­de war­me Mahl­zeit ein­zu­neh­men und dem Bedürf­nis von Kin­dern und Erwach­se­nen, die Mit­tags­pau­se indi­vi­du­ell und frei gestal­ten zu kön­nen.

U.Seeger/Juli 2014

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[1] Als Schu­le, die über­wie­gend von Fahr­schü­lern besucht wird, rich­ten sich die Unter­richts-zei­ten nach den Vor­ga­ben der Bus­un­ter­neh­men.