Jens Schumacher liest aus der „Welt der 1000 Abenteuer“

Auto­ren­le­sung an der IGS Obe­re Aar

Das Aben­teu­er beginnt. Dein Kopf scheint zu plat­zen! Hin­ter dei­ner Stirn dröhnt es wie im Innern einer gewal­ti­gen Trom­mel, dump­fe Schmerz­wel­len zucken rhyth­misch durch dei­nen Schä­del. Stöh­nend rich­test du dich auf und öff­nest die Augen – doch es bleibt dun­kel um dich her­um! (…) Wo bist du? Was ist gesche­hen? Wie­so kannst du dich an nichts erin­nern?“ Mit die­sen und wei­te­ren Fra­gen sind die Schü­le­rIn­nen an dem Vor­mit­tag des  3. Mai stark beschäf­tigt, denn in der IGS Obe­re Aar in Tau­nus­stein liest Jens Schu­ma­cher aus sei­nem jüngs­ten Werk, der „Welt der 1000 Aben­teu­er“. Die Ker­ker des Schreckens“,

einem Fan­ta­sy-Aben­teu­er-Spiel­buch, in wel­chem die Leser selbst ent­schei­den, wel­chen Weg sie ein­schla­gen und wel­chen Geg­ner sie bekämp­fen. Ein­drucks­voll und höchst leben­dig taucht der Autor mit den Mäd­chen und Jun­gen des 6. Jahr­gangs der IGS in das Aben­teu­er ein. Gemein­sam ent­schei­den die Kin­der dar­über, mit wel­chem Talent sie die Rei­se bestrei­ten sol­len. So ent­schei­den sie sich in die­sem Fal­le rich­tig, als die Wahl auf die „Vor­ah­nung“ fällt und sie ein wenig spä­ter, als sie in einem Ker­ker erwa­chen, zunächst nicht wei­ter wis­sen. Durch ihre Vor­ah­nung ent­schei­den sie sich gegen das Öff­nen einer Tür, was hin­ter ihr lau­ert, bleibt ein Geheim­nis! Kein Geheim­nis bleibt die Kunst, gegen eines der Fan­ta­sy-Wesen zu kämp­fen. Trifft man auf einen Geg­ner, erscheint ein Zah­len­block, aus wel­chem man eine Buch­sta­be-Zahl-Kom­bi­na­ti­on wählt. Je nach Ent­schei­dung ver­liert man den Kampf oder darf in die nächs­te Run­de gehen. Dabei ist die Anspan­nung der Mit­schü­le­rInn­nen deut­lich zu spü­ren, als Jens Schu­ma­cher mit sei­nem Zah­len­block durch die Rei­hen der jun­gen Zuhö­rer geht und einen frei­wil­li­gen Kämp­fer aus­wählt. Die Anspan­nung geht in kol­lek­ti­ve Freu­de über, als der gemein­sa­me Wider­sa­cher bekämpft ist!

Die dies­jäh­ri­ge Lesung fin­det – ganz pas­send – im Thea­ter­raum der Schu­le statt, denn die Auto­ren­le­sung gleicht weni­ger einer „nor­ma­len“ Buch­vor­stel­lung als viel­mehr einem inter­ak­ti­ven Zusam­men­spiel zwi­schen Autor und Schü­le­rIn­nen. Eine gute Unter­hal­tung aller Betei­lig­ten zieht sich wie ein roter Faden durch die Ver­an­stal­tung, das Inter­es­se am Lesen wird deut­lich geweckt. So wun­dert es nicht, dass noch am sel­ben Abend 14 von 24 Schü­le­rIn­nen der 6a min­des­tens eines der Fan­ta­sy-Bücher bestel­len. „Mein Vater hat sich gewun­dert und hat mich gefragt: ‘Du willst ein Buch bestel­len?´“, teil­te Emi­ly belus­tigt mit. Ganz fas­zi­niert waren vie­le Kin­der von Schu­ma­chers Art, die unter­schied­li­chen Cha­rak­te­re im Buch zu lesen: „Es hat rich­tig Spaß gemacht, zuzu­hö­ren!“. Eine der­ar­ti­ge Hin­ga­be zum Lesen ist auch im Inter­es­se des För­der­ver­eins der Schu­le, wel­cher die Lesun­gen des 6. Jahr­gangs bereits jah­re­lang regel­mä­ßig zu einem gro­ßen Teil mit­fi­nan­ziert und dadurch erst mög­lich macht.

90 Minu­ten Mit­rät­seln, Spaß und ein Ein­tau­chen in die Welt eines Kin­der- und Jugend­buch­au­tors. Die von den Kin­dern vor­be­rei­te­ten Fra­gen nach z.B. sei­nem abso­lu­ten Lieb­lings­buch oder sei­ner täg­li­chen Inspi­ra­ti­on beant­wor­tet der Autor nach der inter­ak­ti­ven Lesung offen und mit einer gehö­ri­gen Por­ti­on Humor. Auf genü­gend Schrei­ber­fa­hung kann Jens Schu­ma­cher durch­aus zurück­grei­fen: Bis­lang ver­öf­fent­lich­te er über 70 Bücher und Spie­le für jugend­li­che und erwach­se­ne Leser, dar­un­ter Fan­ta­sy­ro­ma­ne, Kri­mis, inter­ak­ti­ve Spiel- und Sach­bü­cher sowie diver­se Aus­ga­ben der inter­na­tio­nal erfolg­rei­chen Rät­sel­spiel­se­rie BLACK STORIES. Sei­ne Wer­ke sind in 20 Spra­chen über­setzt. Dar­un­ter ins Tür­ki­sche oder Chi­ne­si­sche, was er den Kin­dern anschau­lich auf­zeigt, als er ihnen den Titel der tür­ki­schen Aus­ga­be der „Welt der 1000 Aben­teu­er“ auf tür­kisch vor­liest. Heu­te lebt Jens Schu­ma­cher, Jahr­gang 1974, im Saar­land und hält von dort aus regel­mä­ßig Lesun­gen, Work­shops und Vor­trä­ge nahe­zu über­all im deutsch­spra­chi­gen In- und Ausland.

Abge­run­det wird die gelun­ge­ne Lesung durch das Signie­ren von Auto­gramm­kar­ten und der ganz per­sön­li­chen Unter­schrift unter dem ein oder ande­ren selbst mit­ge­brach­ten „BLACK STORIES“-Spiel!      (Hauß)