Prävention

1 Prä­ven­ti­ons­kon­zept der IGS Obe­re Aar

Im Zen­trum der Prä­ven­ti­ons­ar­beit ste­hen Akti­vi­tä­ten, die die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in ihrer Per­sön­lich­keit stär­ken, Akti­vi­tä­ten also, bei denen der Ein­zel­ne sich selbst als ver­ant­wort­li­ches, sein Leben oder die Gemein­schaft posi­tiv gestal­ten­des Wesen erfährt. Dar­über hin­aus ver­steht sich Prä­ven­ti­on aber auch als Ent­wick­lung und Erpro­bung von Kon­flikt­lö­sungs­stra­te­gi­en. Keim­zel­le einer so ver­stan­de­nen Prä­ven­ti­ons­ar­beit ist der wöchent­li­che Klas­sen­rat. Ergän­zend zum Klas­sen­rat kann in Kon­flikt­fäl­len das Bera­tungs­an­ge­bot der Schul­so­zi­al­ar­beit von allen Mit­glie­dern der Schul­ge­mein­de genutzt wer­den.

1.1 Maß­nah­men für Schüler*innen

In enger Zusam­men­ar­beit mit außer­schu­li­schen Insti­tu­tio­nen hat die Schu­le schließ­lich Kon­zep­te zur Ver­bes­se­rung der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tu­ren, zur Ent­wick­lung von Kon­flikt­lö­sungs­stra­te­gi­en und zur Stär­kung der Per­sön­lich­keit ent­wi­ckelt. Die­se Kon­zep­te umfas­sen fol­gen­de Maß­nah­men.

1.1.1  Jahr­gang 5

  • Basis­pro­gramm „Kom­mu­ni­ka­ti­on und Kon­flikt­lö­sung“
  • Trä­ger: Schul­so­zi­al­ar­beit in Koope­ra­ti­on mit den Klas­sen­leh­rern.
  • Indi­vi­du­el­le Bera­tung von Schü­lern, Eltern und Leh­rern.

1.1.2 Jahr­gang 6–8

  • Fort­füh­rung und Ver­tie­fung der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Schul­so­zi­al­ar­beit und Klas­sen­leh­rern im Bedarfs­fall.
  • Indi­vi­du­el­les Kon­flikt­be­ra­tungs­an­ge­bot für Schü­ler, Eltern und Leh­rer.

1.1.3 Jahr­gang 7

  • Kon­flikt­lö­sungs­trai­ning (s. Anhang 1)
  • Trä­ger: Sozi­al­kom­pe­tenz­team

1.1.4 Jahr­gang 9

1.2 Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te für Leh­re­rin­nen und Leh­rer

Kon­flikt­lö­sung und Prä­ven­ti­on bil­den einen Fort­bil­dungs­schwer­punkt der Schu­le. Im Vor­der­grund ste­hen hier­bei Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen, die von meh­re­ren Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen gemein­sam besucht wer­den. So nah­men in den ver­gan­ge­nen Jah­ren etwa die Hälf­te des Kol­le­gi­ums sowie alle Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Schul­so­zi­al­ar­beit suk­zes­si­ve an einer mehr­tä­gi­gen Fort­bil­dung zum The­ma kon­struk­ti­ve Kon­fron­ta­ti­ons­päd­ago­gik teil .

Seit dem Schul­jahr 2007/2008 trifft sich das Sozi­al­kom­pe­tenz­team auf der Grund­la­ge die­ser Fort­bil­dung alle zwei bis drei Mona­ten. Im Rah­men die­ser Tref­fen wer­den aktu­el­le Kon­flik­te des Schul­all­ta­ges auf­ge­ar­bei­tet. Das Team wird drei­mal jähr­lich durch einen exter­nen Super­vi­sor bera­ten.

Okto­ber 2013 / U. See­ger

______________________________________

Anhang 1: Kon­flikt­lö­sungs­trai­ning

Ziel des Trai­nings:

  • Schü­le­rin­nen und Schü­ler erpro­ben Kon­flikt­be­wäl­ti­gungs­stra­te­gi­en; die­se wer­den in den Schul­all­tag inte­griert.
  • die Klas­sen­ge­mein­schaft wird gestärkt;
  • Klas­sen­leh­re­rin­nen und Klas­sen­leh­rer wer­den unter­stützt;
  • die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Schu­le und Poli­zei wird aus­ge­baut;
  • auf Pro­ble­me und Gefähr­dun­gen kann früh­zei­tig reagiert wer­den;
  • der dem Trai­ning zugrun­de lie­gen­de Ansatz der kon­fron­ta­ti­ven Päd­ago­gik wird im Kol­le­gi­um ver­an­kert.

Durch­füh­ren­de

  • Leh­re­rin­nen und Leh­rer der IGS Obe­re Aar
  • Koor­di­na­ti­ons­stel­le der Schul­so­zi­al­ar­beit im Rhein­gau-Tau­nus-Kreis
  • Schul­so­zi­al­ar­beit der IGS Obe­re Aar

 Vor­aus­set­zun­gen

Kon­zep­tio­nel­le Grund­la­ge für das Kon­flikt­lö­sungs­trai­ning ist der Ansatz der kon­fron­ta­ti­ven Päd­ago­gik nach Germ­scheid-Con­cept©. Alle an der Kon­zep­ti­on, Durch­füh­rung und Wei­ter­ent­wick­lung des Trai­nings Betei­lig­ten haben an einer mehr­tä­gi­gen Fort­bil­dung zur Kon­fron­ta­ti­ons­päd­ago­gik teil­ge­nom­men. Sie bil­den gemein­sam das Sozi­al­kom­pe­tenz­team und tref­fen sich im Abstand von zwei bis drei Mona­ten zur Koor­di­na­ti­on und Wei­ter­bil­dung. Drei­mal jähr­lich besteht die Mög­lich­keit an einer Super­vi­si­on teil­zu­neh­men.

Ablauf des Trai­nings:

Das Kon­flikt­lö­sungs­trai­ning wird in allen Klas­sen des 7. Jahr­gangs in der Zeit zwi­schen den Herbst- und den Weih­nachts­fe­ri­en durch­ge­führt. Jeweils zwei Mit­glie­der des Sozi­al­kom­pe­tenz­teams, eine Lehrerin/ein Leh­rer und eine Mitarbeiterin/ein Mit­ar­bei­ter der Schul­so­zi­al­ar­beit, betreu­en eine Klas­se. Die Klas­sen­leh­re­rin­nen und Klas­sen­leh­rer wer­den vor­ab über Hin­ter­grün­de und Ver­lauf des Trai­nings infor­miert, neh­men beob­ach­tend an dem Trai­ning teil und tau­schen sich mit den Durch­füh­ren­den im Anschluss an das Trai­ning über das Beob­ach­te­te aus. Auf die­ser Grund­la­ge wird das Kon­zept jähr­lich wei­ter­ent­wi­ckelt.